Tag 5
Nach einem herrlichen Frühstück heisst es schon wieder Koffer packen und bereit stellen. 08:00h ist Abfahrt. Wobei in diesem herrlichen Hotel hätten wir es noch länger ausgehalten.
Also ab geht‘s und bei stahlblauem Himmel durften wir dem Fuji adieu sagen. Weil er uns heute so wohlgesinnt war, machte unser Chauffeur einen Extrahalt in Yamanashi. In einem herrlich angelegten Park noch einmal und dieses Mal endgültig: tschüss Fuji san
Der nächste Halt war Matsumoto, wo wir eine der schönst erhaltenen Burgen Japans besuchten. Wegen ihres schwarzen Anstrichs auch Krähenburg genannte Wehranlage wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Auf ganz engen Treppen mit fürchterlich hohen Stufen erklommen wir die sechs Stockwerke und mussten aufpassen, dass wir den Kopf nicht irgendwo anschlugen.
Da wir heute relativ viel Zeit im Bus verbrachten, hatte unser Reiseleiter genügend Zeit so Sitten und Bräuche der japanischen Bevölkerung zu erklären. Leider ist es mir nicht möglich das niederzuschreiben, was er erzählt. Ma sollte es aufnehmen können.
Ein kleines Beispiel: Japaner bringen immer etwas mit wenn sie weg waren. Am Besten macht man es mit Süssigkeiten. Die gibt es von süss, sehr süss bis Plombenzieher. Also man probiert mmmhh lecker ( auch wenn es einen schüttelt) und weiterreichen.
So wurden wir den ganzen Weg unterhalten und durften dabei noch die landschaftlich wunderschöne Strecke geniessen.
Am späteren Nachmittag erreichten wir Nagano, Austragungsort der olympischen Winterspiele 1998. Der 1700 Jahre alte Zenkoji-Tempel, der unser Ziel war, hat noch einen sehr grossen Stellenwert bei den Gläubigen Buddhisten und wird regelmässig von Pilgern besucht. Eindrücklich war das Innere des Tempels (durfte natürlich wieder nicht fotografiert werden) und der unterirdische Korridor den man im stockfinsteren durchquerte und sich nur orientierte in dem man mit der Hand der Wand entlang tappte.
Anschliessend Hotelbezug und dann Nachtessen auf eigene Faust. Mittlerweilen sind wir ein ganz lustiges 6er Grüppchen und verbrachten einen schönen Abend miteinander. Das Beste war, als wir aus dem Lokal kamen, sprachen uns ein Chef mit Nadelstreifen-Anzug und zwei Angestellte mit schwarzem Anzug an (diese Kleidung erklärte uns auch Stan) und fragten ob wir dieses Lokal empfehlen können. Lachend verabschiedeten wir uns und wünschten ihnen einen guten Abend.








